3
 Min.

Wie dir die 50/30/20-Regel das Sparen erleichtert

Du weißt nicht, wie viel du ausgeben kannst, um am Ende des Monats noch Geld sparen zu können? Dann hilft dir vielleicht die 50/30/20-Regel.

Wie dir die 50/30/20-Regel das Sparen erleichtert

Du möchtest anfangen zu sparen, weißt aber nicht, wie viel du ausgeben kannst, um am Ende des Monats noch Geld sparen zu können? Dann hilft dir vielleicht die 50/30/20-Regel, um die es in diesem Blogartikel gehen soll.

Sparen ist nicht kompliziert

Entwickelt wurde die Faustregel von der früheren US-Senatorin und Harvard-Professorin Elizabeth Warren, die davon überzeugt war, dass man keinen komplizierten Budgetplan braucht, um seine Finanzen in den Griff zu bekommen. Wie der Name 50/30/20 schon verrät, soll man sein Nettoeinkommen in drei Kategorien aufteilen:

(1) „Für meine Rechnungen“

Du solltest 50% deines verfügbaren Einkommens für grundlegende Ausgaben wie Lebensmittel, Miete, Strom, Internet etc. reservieren. Bei einem Nettoeinkommen von 2.000€ wären das also 1.000€.

(2) „Für meine Wünsche“

30% deines Nettoeinkommens kannst du für deine persönlichen Bedürfnisse und Wünsche ausgeben. Damit sind z. B. Hobbys, Restaurantbesuche, Shopping oder ein Urlaub gemeint. In unserem Beispiel könntest du 600€ dafür ausgeben.

(3) „Für meine Zukunft“

Etwa 20% deines Geldes sollten für ein finanzielles Polster eingeplant werden. Das kannst du dann als Notgroschen, z. B. für Reparaturen oder andere unerwartete Ereignisse, nutzen oder im besten Fall ansparen. Bei einem verfügbaren Einkommen von 2.000€ könntest du 400€ beiseitelegen.

Sparen muss nicht verzichten heißen

Die 50/30/20-Regel verschafft dir nicht nur einen Überblick über deine Finanzen, sondern hilft dir auch dabei, konsequent zu sparen und dabei nicht auf die schönen Dinge verzichten zu müssen.

Am besten schaust du dir zunächst deine Ausgaben der letzten paar Monate an und kategorisierst diese. Das ist übrigens auch der perfekte Zeitpunkt, um unnötige Geldfresser wie z. B. ungenutzte Abonnements von der Liste zu streichen. Im nächsten Schritt kannst du dann ermitteln, wie viel Prozent deines Nettoeinkommens du sparen kannst.

Damit du dich auch wirklich an deine Budgetaufteilung hältst, kannst du auch verschiedene Konten zur Hilfe nutzen. Schau dir dazu gerne nochmal diesen Blogartikel an: Aus den Augen, aus dem Sinn: Trenne deine Ersparnisse von deinem Girokonto.

Ist eine Sparquote von 20% realistisch?

Vielleicht überlegst du gerade, ob du überhaupt 20% deines Nettoeinkommens sparen könntest. Im letzten Jahr konnten Menschen in Deutschland durchschnittlich 16,2% ihres Geldes beiseitelegen. 2020 fielen aber natürlich auch bei einigen Ausgaben, wie z. B. Restaurantbesuche, weg. Im Jahr 2019 lag die Sparquote bei 10,9%. Die persönliche Sparquote hängt allerdings von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel:

  • Alter → Wer früh mit der Geldanlage beginnt, kann vom Zinseszinseffekt profitieren.
  • Risikobereitschaft → Mit einem höheren Risiko gehen auch höhere Renditechancen einher.
  • Wohnort → Die Mietpreise sind in manchen Städten deutlich höher als in anderen.
  • Ziele → Eine alleinstehende Person kann wahrscheinlich mehr sparen als eine Familie mit Kindern.
  • Beruf → Unterschiedliche Karrieremöglichkeiten und Gehälter bedeuten unterschiedliche Voraussetzungen bei der Geldanlage.

Wie du siehst, ist die persönliche Sparquote völlig individuell. Also keine Sorge, selbst wenn 20% unrealistisch für dich sind, kannst und solltest du auf jeden Fall einen Teil deines Geldes anlegen und sparen! Denn wie heißt es so schön? Kleinvieh macht auch Mist. Außerdem kannst du deine Sparrate jederzeit erhöhen, wenn sich deine finanzielle Situation ändert. Unser Beispielrechner zeigt dir, warum es sich für jede*n lohnt zu sparen:

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.