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Das Magische Dreieck der Geldanlage: Warum Anleger kompromissbereit sein müssen

Du suchst nach der perfekten Geldanlage? Die gibt es leider nicht. Erfahre hier, warum Investieren immer Kompromisse bedeutet.

Das Magische Dreieck der Geldanlage: Warum Anleger kompromissbereit sein müssen

Fährst du lieber Bus und Bahn, Auto oder doch lieber mit dem Fahrrad? Wahrscheinlich lautet deine Antwort: Es kommt drauf an. Jedenfalls wäre das unsere Antwort, denn je nach Situation bieten die Verkehrsmittel unterschiedliche Vor- und Nachteile. Mit dem Auto bist du flexibel, kannst laut zur Musik mitsingen und bist wahrscheinlich auch schneller am Ziel als mit anderen Verkehrsmitteln. Allerdings ist die Fahrt mit dem Auto relativ teuer und du musst oft noch Zeit für die Parkplatzsuche einplanen. Was bedeutet das im Umkehrschluss? Du kannst nicht alles auf einmal haben und musst immer Kompromisse eingehen. Und das bringt uns zu unserem eigentlichen Thema: dem Magischen Dreieck der Geldanlage.

Das Magische Dreieck zeigt die grundlegenden Ziele der Geldanlage auf: Rendite, Verfügbarkeit und Sicherheit. Die Rendite ist der Ertrag aus deiner Geldanlage. Verfügbarkeit bedeutet, wie schnell du die Geldanlage in Bargeld umwandeln kannst. Sicherheit bezieht sich auf das Risiko deiner Geldanlage bzw. die Wahrscheinlichkeit, dass der Betrag, den du angelegt hast, bis zur Auszahlung (mindestens) erhalten bleibt.

Was Geldanlage mit Magie zutun hat

Das Magische Dreieck wird als magisch bezeichnet, weil die drei Ziele voneinander abhängig sind und in Konkurrenz zueinander stehen. Es können also nie alle Ziele gleichzeitig erfüllt werden. Schauen wir uns dazu ein paar Beispiele an:

Das Sparbuch lässt sich z. B. unten rechts im Dreieck ansiedeln, da es eine sehr sichere Anlageform ist, die aber kaum noch Zinsen abwirft. Das Geld auf deinem Sparbuch ist nicht einfach/kurzfristig verfügbar. Du müsstest das Sparbuch erst auflösen, um dir das Geld auszahlen zu lassen.

Immobilien lassen sich dagegen unten in der Mitte des Dreiecks ansiedeln, da sie im Vergleich eine höhere Rendite bieten, sich aber nicht von heute auf morgen verkaufen lassen. Das bedeutet, dass du das Geld erst einmal nicht für andere Zwecke nutzen kannst.

Aktien können zwischen den Eckpunkten Rendite und Verfügbarkeit angesiedelt werden. Wenn du in Aktien investierst, solltest du sicherstellen, dass du das Geld in nächster Zeit nicht benötigst. Der Wert einer Aktie schwankt nämlich kurzfristig, über einen längeren Zeitraum lassen sich mögliche Verluste aber „aussitzen“. Das bedeutet aber auch, dass du die Chance auf eine hohe Rendite hast. Aktien bieten außerdem eine hohe Verfügbarkeit, weil du sie jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen kannst.

Das Girokonto kann zwischen den Eckpunkten Sicherheit und Verfügbarkeit platziert werden. Du kannst jederzeit Bargeld abheben oder Überweisungen tätigen und dein Geld ist sicher angelegt. Allerdings ist die Rendite gleich null.

Keine Anlageform ist perfekt

Was zeigen uns diese Beispiele? 

  1. Es ist egal, in welchem Punkt des Dreiecks ein Finanzprodukt verortet ist - keines kann alle Kriterien voll erfüllen.
  2. Man sollte sich immer alle Kriterien anschauen, bevor man sich für eine der Anlageformen entscheidet. Es ist keine gute Idee, die Anlageform nur nach der Rendite auszuwählen, wenn dir Sicherheit wichtig ist. Genauso solltest du kein Finanzprodukt mit einer besonders hohen Sicherheit auswählen, wenn du das Geld kurzfristig benötigst.

Es ist deine Geldanlage

Da wir dir leider keine perfekte Geldanlage vorschlagen können, liegt es an dir zu entscheiden, was dir persönlich am wichtigsten ist. Was sind deine Ziele? Wie hoch ist deine Risikobereitschaft? Vielleicht bietet es sich an, dass du den Mittelweg einschlägst und mit einer Anlageform beginnst, die dir eine gute Rendite bei überschaubarem Risiko ermöglicht.

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