3
 Min.

Verluste durch die Angst vor Verlusten?

Wir erklären dir warum die Angst vor Verlusten zu weiteren Verlusten führen kann und wie du dies vermeidest.

Verluste durch die Angst vor Verlusten?

Wenn du schon mal Monopoly gespielt hast, weißt du bestimmt, wie schlecht es sich anfühlt, hierbei zu verlieren. Die empfundene Freude beim Gewinnen ist bei Weitem nicht so stark wie das enttäuschende Gefühl, wenn man verliert. Aber warum ist das so und was hat das mit Investieren zu tun?

Das Phänomen der Verlustaversion

Der Grund für das ungleich starke Gefühl beim Verlieren und Gewinnen ist die Verlustaversion. Der Begriff Verlustaversion kommt aus der Psychologie und Ökonomie und beschreibt die Tendenz des Menschen, Verluste höher zu gewichten als Gewinne.

Verlustaversion führt also dazu, dass die meisten Menschen lieber einen kleineren Gewinn hinnehmen, als auf einen möglichen höheren Gewinn zu setzen. Wenn sie sich z. B. zwischen einem sicheren Gewinn von 500€ und einer 50% Chance 1000€ zu bekommen entscheiden müssten, würden die meisten die 500€ nehmen. 

In Verlustsituationen wirkt die Verlustaversion genau entgegengesetzt. Wenn die Optionen sind, entweder 500€ zu verlieren oder mit einer 50% Chance 1000€ verlieren, würden sich die meisten Menschen für die zweite Option entscheiden.

In Gewinnsituationen tendieren wir also dazu, wenig Risiko einzugehen. In Verlustsituationen sind wir hingegen deutlich risikofreudiger.

Falsche Entscheidungen vermeiden

Beim Investieren kann die Verlustaversion zu schlechten und sogar gefährlichen Fehlentscheidungen führen. In Gewinnsituationen - einer vorteilhaften Marktsituation - investieren viele Anleger weniger als sie könnten, aus Angst vor möglichen Verlusten. In Verlustsituationen, wenn man z. B. schon etwas Geld verloren hat, tendiert man hingegen dazu, risikoreichere Investments zu tätigen, um die Verluste wieder auszugleichen. Dadurch riskiert man aber wiederum noch mehr Geld zu verlieren.

Damit dir die Verlustaversion beim Investieren nicht in die Quere kommt und du rationale Entscheidungen treffen kannst, halte dich an die folgenden Tipps:

  • Investiere nur Geld, das du nicht brauchst und dementsprechend auch bereit bist zu verlieren.
  • Verschaffe dir Sicherheit durch ein finanzielles Polster (Notgroschen).
  • Lass dich nicht von kurzfristigen Schwankungen irritieren.
  • Überlege dir gut, worein du investierst und warum. So wirst du deine Investment-Entscheidung in schlechten Zeiten weniger infrage stellen.
  • Sei dir der Verlustaversion beim Investieren bewusst.

Mit der rubarb App kannst du dich entspannt zurücklehnen, denn sie nimmt dir die Entscheidungen ab und investiert dein Geld ganz automatisch in ausgewählte und diversifizierte ETFs. 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.