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Wie funktioniert die Börse?

Jede/r hat schon mal von der Börse gehört, aber was ist eigentlich eine Börse und wie funktioniert sie? Das erfährst du in diesem Beitrag.

Wie funktioniert die Börse?

Bestimmt hast du schon einmal von der Börse gehört, aber was ist eigentlich die Börse und wie funktioniert sie? Wir erklären es dir ganz einfach am Beispiel eines Supermarkts. Du wirst sehen, dass sich ein Supermarkt und eine Börse gar nicht so sehr voneinander unterscheiden.

Alles begann mit dem Tauschhandel

Beginnen wir ganz von vorne. Ganz früher, als es noch kein Geld gab, wurden Waren gegen Waren getauscht, z. B. Kartoffeln gegen Brennholz. Allerdings war es gar nicht so einfach, den Wert der einzelnen Gegenstände zu bestimmen und einen fairen Preis in Form eines anderen Gegenstands zu finden. Zum Glück wurde dies mit der Einführung des Münzgeldes einfacher. Im Laufe der Zeit fanden allerdings mehr und mehr Tauschgeschäfte statt, sodass Regeln und auch Handelsgebäude notwendig wurden. Daraus entstand im 15. Jahrhundert die erste Börse in der belgischen Stadt Brügge. Dort organisierte Familie Van der Beurse erste Geschäftstreffen mit italienischen Kaufleuten und legte damit den Grundstein für den Börsenhandel, wie wir ihn heute kennen. Von ihrem Namen leitet sich auch der Begriff „Börse“ ab.

Fassen wir also noch einmal die zentrale Aufgabe der Börse zusammen: Sie bringt Investoren, also Menschen und Unternehmen, die Aktien gegen Geld tauschen möchten, zusammen und ermittelt einen fairen Preis für ihr Tauschgeschäft.

Anhand eines Supermarktes lässt sich das wie folgt erklären: Ein Unternehmen möchte Ware (Aktie) über einen Mittelsmann, den Supermarkt (Börse) gegen Geld eines Endkunden (Geld des Anlegers) tauschen. Klingt eigentlich ganz einfach oder?

Erwartung = Entwicklung

Aber wie findet die Börse nun einen fairen Preis für den (Ver-)Kauf einer Aktie? Wie auf jedem Markt(platz) wird auch an der Börse der Preis durch Angebot und Nachfrage gebildet. Schauen wir uns dazu direkt ein Beispiel an: Wenn viele Menschen erwarten, dass der Sommer besonders warm wird und viel Eis gekauft wird, wollen sie vielleicht Aktien von einem Unternehmen kaufen, das Eis herstellt, um von den Gewinnen zu profitieren. Als Folge davon steigt dann der Aktienkurs, also der Preis der Aktie. Wenn es dagegen mehr Menschen gibt, die einen regnerischen und ungemütlichen Sommer erwarten und deshalb ihre Aktien verkaufen wollen, fällt der Kurs.

Wenn Aktienkurse über einen längeren Zeitraum fallen, die Anleger also negative Erwartungen haben, spricht man übrigens von einem „Bärenmarkt“. Wenn Anleger optimistisch gestimmt sind und die Aktienkurse steigen, spricht man von einem „Bullenmarkt“.

Und wie wird nun der finale Preis für eine Aktie bestimmt? Die Börse sammelt alle Kauf- und Verkaufsangebote zu einem bestimmten Zeitpunkt und ordnet sie einander zu. Möchte Person A beispielsweise eine Aktie für 100€ verkaufen und ist eine andere Person B bereit, 100€ für eine Aktie zu bezahlen, dann kommt ein Tauschgeschäft zustande.

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